Charlotte Quik lud die Trägervertreter*innen  der bundesfinanzierten Einrichtungen im Kreises Wesel, darunter Brunhild Demmer (Vorstand Caritasverband Moers-Xanten) und Claudia Kohler (Fachbereichsleitung Caritasverband Moers-Xanten), zu einem Gespräch nach Düsseldorf ein.
Zuvor hatten die Träger, die alle aus dem Bereich der Wohlfahrtsverbände kommen, einen gemeinsamen Aufruf an die Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie an die kommunalen Vertreter verfasst und um Unterstützung für die Beratungsstellen im Bereich der Migration gebeten.
Die Beratungsstellen für zugewanderte Erwachsene im Kreis Wesel (MBE) unterstützen die Menschen bei der ersten Orientierung und allen wichtigen Fragen zur Bewältigung ihres Lebens in Deutschland. Gerade in Zeiten, in denen die Zahl von zugewanderten Menschen so hoch ist, wie nie und damit auch der Bedarf nach Unterstützung für diese Personen, plant der Bund eine 30-prozentige Kürzung der Förderung. Wohl wissend, dass auch das Land und die Kommunen mit den Aufgaben rund um die Flüchtlingsthematik finanziell und personell am Limit sind.
In dem Gespräch mit Charlotte Quik wurden vor allem die Auswirkungen auf die Region im Falle einer Kürzung der Bundesmittel thematisiert. Die Folgen des Wegfalls von Beratungsleistungen werden auch die Menschen im Kreis Wesel zu spüren bekommen, sei es, dass Ratsuchende unmittelbar keine Hilfe mehr erfahren oder dass, erst mit zeitlicher Verzögerung, misslungene Integration perspektivisch zu Mehrkosten für unser Sozialsystem führt.
Die Wohlfahrtsverbände im Kreis Wesel fordern daher, dass unabhängig von der Zuständigkeit als Kostenträger endlich alle an einem Strang ziehen, im Interesse der schutzsuchenden Menschen aber auch im Hinblick auf den Erhalt des gesellschaftlichen Friedens.