Der Niederrhein bleibt sozial!
Für eine gerechte und soziale Politik und die Zukunft unserer Gesellschaft sind wir am 21. November 2023 zum Königlichen Hof in Moers gezogen.
Durch anstehende Kürzungen und Unterfinanzierungen ist die soziale Infrastruktur, nicht nur am Niederrhein, gefährdet. Vieles, was wir bislang in der sozialen Landschaft als selbstverständliches Netzwerk zur Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen kennen und schätzen, ist aktuell durch Finanzierungslücken und Fachkräftemangel massiv bedroht.
Als Wohlfahrtsverbände teilen wir unsere Sorge hierüber stetig an allen uns zugänglichen Stelle auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mit. Aber nicht nur wir sind als Träger dieser Dienste oder als Mitarbeiter*Innen in sozialen Einrichtungen von den Entwicklungen betroffen, sondern auch und vorallem Privatpersonen: wir alle brauchen Kitaplätze, OGS Plätze, Pflegeplätze, ambulante Pflege etc. und sind sicherlich froh, wenn wir in schwierigen Lebenssituationen auf hilfreiche Beratungsangebote zugreifen können. Von daher lohnt es sich in vielfacher Hinsicht, für den Erhalt der sozialen Infrastruktur zu kämpfen!
Der Niederrhein bleibt sozial!
Der Haushaltsentwurf des Bundes und des Landes NRW- Eine Bedrohung für unsere Zukunft. Unser Land steht vor einer wichtigen Entscheidung. Der aktuelle Haushaltsentwurf der Bundesregierung bzw. der Landesregierung ignoriert die sozialen Bedürfnisse unserer Gesellschaft und damit unser aller Zukunft. Anstatt diejenigen zur Kasse zu bitten, die ohnehin immer reicher werden, werden diejenigen belastet, die schon wenig haben. Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar und gefährdet den sozialen Zusammenhalt.
Systemrelevante Bereiche dürfen nicht vernachlässigt werden.
Besonders betroffen sind die schwachen unserer Gesellschaft: Kinder, Alte und Kranke. Die Beschäftigten z. B. in den KiTas und OGS´en, der Altenpflege, der Behindertenhilfe, der Jugendhilfe, also aus allen sozialen Bereichen sichern tagtäglich mit voller Kraft den Sozialstaat. Ihre Arbeit und Ihr Einkommen dürfen nicht gefährdet werden!
Appell an die Regierungen: Investiert in die Menschen!
Wir appellieren daher an die Bundes-und Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen: Traut euch in die Menschen zu investieren! Ein Haushalt, der die sozialen Belange unserer Gesellschaft in den Fokus stellt, wäre vernünftig, gerecht und zukunftsfest.
Soziale Angebote haben nachgewiesen hohe Erfolgsquoten und schaffen nachhaltige Strukturen, von denen wir alle profitieren. Es ist an der Zeit, die Ziele Klimaschutz, Pflege, Integration und Bildung nicht gegeneinander auszuspielen, sondern gemeinsam anzugehen. Nur so können wir soziale Kipppunkte verhindern und eine lebenswerte Zukunft für alle sichern.
Gemeinsam für eine bessere Zukunft: Lasst unsere Lichter für den Sozialstaat leuchten!
Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen, um unsere Forderungen deutlich zu machen. Lasst uns für eine bessere Zukunft auftreten, in der soziale Gerechtigkeit und Solidarität im Mittelpunkt stehen. Wir haben die Kraft, Veränderungen herbeizuführen, wenn wir uns vereinen und gemeinsam für unsere Ziele eintreten!
In den Kreisen- und Städten werden in diesen Tagen auch die Haushalte aufgestellt oder beraten. Es ist zu erwarten dass viele "Freiwillige" Leistungen gestrichen bzw. gekürzt werden, auch hier ist zu erwarten die Kultur gegen den Sport oder der Sport gegen das Soziale oder das das Soziale gegen die Kultur ausgespielt werden. Wir benötigen aber die ganze Palette von Sozialen, Kulturellen und Sportlichen Elementen in unseren Stadtgesellschaften.